Warum ein Gimbal bei einer Kameradrohne entscheidend ist
So sieht ein Gimbal aus – und das kann das Zubehörteil

Einen Gimbal kennt man aus verschiedenen Bereichen der Technik, der Nautik und auch im Haushalt. So werden auf einem Schiff beispielsweise Kompasse auf diese Art in der Waage gehalten, auch wenn starker Seegang das eingentlich auf den ersten Blick unmöglich machen würde. Im Haushalt gibt es Schüsseln, die so konzipiert sind, dass ein Kind die Schüssel herunterwerfen kann, ohne dass die Schüssel aus der Waage gerät. Ein großer Vorteil, wenn man Kleinkinder hat, die gern mit ihren Essschüsseln werfen. So kann man verhindern, dass sich der Inhalt der Schüssel überall hin verteilt.
Mit genau dieser Technik kommen nun auch die Drohnen-Gimbals daher. Ein solcher Gimbal wird benötigt, um eine Kamera an der Drohne so zu befestigen, dass sie nicht bei jeder kleinen Erschütterung wackelt. Das ist zugegebenermaßen Schwierig, denn bei einem klassischen Gimbal sind leichtläufige Kugellager verbaut, die dafür sorgen, dass der Kompass, die Schüssel oder welches Objekt auch immer in der Aufhängung verankert ist, jede Bewegung schnell mitmachen und so weitestgehend in der Waage bleiben kann. Dabei kann es trotzdem zu bedenklichen Schwankungen des Objektes kommen, auch wenn ein Objekt in einem Gimbal niemals umfallen würde.
Tipp! Aber schon diese Schwankungen würden zu erheblichen Störungen beim Filmspaß führen, da hier die Filmqualität sehr stark leiden würde. Vor allem, wenn in den höheren Lage etwas stärkerer Wind herrscht, werden leichte Drohnen schon häufig hin und her geruckelt und gezerrt. Bei einer klassischen kardanischen Aufhängung würde das dazu führen, dass die Kamera zwar nicht völlig aus dem Gleichgewicht gerät, aber doch kräftig hin und her schwingt.
Die Schwächen der kardanischen Aufhängung mit einem einfachen Kniff beseitigt
Doch dieses Problem haben die Hersteller entsprechender Gimbal erkannt und mit einer ebenso einfachen wie gut funktionierenden Idee gelöst. Bei einem Gimbal, wie er in Drohnen verbaut wird, werden die Kugellager durch schnell reagierende Motoren, brushless Elektromotoren, ersetzt. Diese bürstenlosen Elektromotoren sind sehr schnell in der Reaktion und gleichen jede Bewegung der Drohne automatisch aus. Nimmt die Drohne eine leichte Rechtsneigung ein, erkennt das Steuerungsmodul hinter den Motoren die Bewegung und steuert die Kamera direkt gegen. So wird sichergestellt, dass Sie immer ein wackelfreies Bild haben – auch wenn das Wetter einmal stürmischer wird.
» Mehr InformationenGimbal on board oder zukaufen?
Diese Frage stellt sich bei Kameradrohnen letztlich immer. Wie viel sollte man am besten on board haben und welche Teile machen als Zubehörteile am meisten Sinn.
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Der moderne Gimbal an der Flugdrohne – mehr als nur eine Halterung
Dabei ist der Gimbal von heute oftmals mehr, als nur eine Aufhängung, die mit mehreren Motoren versehen ist. Moderne Gimbals der neuesten Generation sind nebenbei auch noch fernsteuerbar und ermöglichen es dem Piloten oder einem entsprechenden Begleiter, die Kamera mit Hilfe der Motoren in eine bestimmte Richtung zu drehen und zu wenden. Viele Gimbals kommen dabei ausschließlich mit der Funktion, den Neigungswinkel zu ändern, daher. Andere wiederum bieten eine 360 Grad Übersicht. Hier kann die Kamera tatsächlich über die Motoren im Gimbal komplett gesteuert werden.
» Mehr InformationenWas genau macht den Gimbal jetzt so entscheidend?
Die Qualität Ihres Gimbal entscheidet letztlich über die Qualität Ihrer Aufnahmen und Filme. Nur ein wirklich hochwertiges Modell kann Ihnen auch gute Aufnahmen und Filme bescheren. Ein guter Grund bei der Frage nach dem Gimbal nicht zu sparen. Sonst könnte am Ende statt der Freude bei der Betrachtung der Erinnerungsvideos, der Ärger über das bestenfalls mittelmäßige Ergebnis riesig sein.
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Kameradrohnen sind in Deutschland inzwischen sehr beliebt. Und ihr Stellenwert steigt immer weiter an. Ob in der Film-, Fernseh-, Werbe- und Fotobranche oder einfach nur für Privatpersonen, die Erinnerungen gern aus der Vogelperspektive festhalten möchten – Kameradrohnen sind vom Markt der unbemannten Flugobjekte und generell vom Technikmarkt in Deutschland nicht mehr wegzudenken. Aber, wie funktioniert so eine Kamera eigentlich und was braucht man, damit eine Kameradrohne auch wirklich gute Aufnahmen machen kann? An dieser Stelle kommt der Gimbal ins Spiel. Ein Gimbal ist, übersetzt man den englischen Begriff ins Deutsche, eine kardanische Aufhängung oder eine kardanische Lagerung. Und ohne diese ganz besondere Art der Aufhängung, wäre es nicht möglich, Bilder und Filme aus höchsten Höhen ohne große Wackler und weitgehend ruckelfrei aufzunehmen.